Preisträger 2011

Genius2011Gewinnerklein

Ein neuartiger Biosensor zur kontinuierlichen Blutzuckermessung, ein intelligentes Publishingformat für Smartphones, ein innovatives Prüfverfahren sowie neue Sicherheitspigmente: Der Genius 2011!

Die Preisverleihung des RIZ Genius Ideen- und Jugendpreises 2011 fand gestern Abend im Technologie- und Forschungszentrum (TFZ) Wiener Neustadt statt. Zwölf Genius-Ideen und neun Jugendpreis-Projekte hatten heuer Grund zum Jubeln und freuten sich über Geldpreise im Gesamtwert von 52.000,- Euro.

Bereits zum elften Mal wurden am 12. Dezember unter dem Motto „Innovation mit Mehrwert" die kreativsten Ideen aus Niederösterreich mit Potenzial zur Realisierung ausgezeichnet. Erfreut zeigten sich dabei nicht nur die Gewinner, sondern auch Wirtschaftslandesrätin Dr. Petra Bohuslav, die die Verleihungen vornahm: „Der RIZ Genius ist ein eindrucksvoller Beweis für die hohe Innovationskraft in Niederösterreich. Mit dem Wettbewerb können wir die Vielfalt an innovativen Ideen zeigen und den Projekten mit hohem Umsetzungspotenzial Aufmerksamkeit verschaffen."

Aus insgesamt 110 Einreichungen zum RIZ Genius Ideenpreis nominierte die Jury heuer 27 Projekte für einen Preis, zwölf Nominierte wurden schließlich in vier Kategorien tatsächlich prämiert. Die ersten Plätze erhielten jeweils ein Preisgeld von 6.000,- Euro, in der Kategorie „Schwerpunkt Intelligente Mess- & Sensortechnik" ging dieses an „DirectSens". Ein Team von Wissenschaftlern rund um Dr. Christoph Sygmund aus Klosterneuburg hat einen neuartigen Biosensor für die kontinuierliche Messung des Blutzuckerspiegels von Diabetikern entwickelt. Die innovative Technologie basiert auf einem gentechnologisch verbesserten Enzym, das die Zuckerkonzentrationen direkt in einen messbaren Strom umwandelt.

Der erste Preis in der Kategorie „Gewerbe/Dienstleistung" ging an das Projekt „CardSkid". Dabei handelt es sich um ein von Ing. David Schwingenschuh BSc., Hannes Schmied BSc. und DI (FH) Martin Osen entwickeltes Publishingformat, das eine übersichtliche Darstellung von Fachbüchern auf Smartphones ermöglicht. Das Innovative daran ist, dass die oftmals sehr reichhaltigen Informationen von Fachpublikationen durch das System in leicht verständliche Einheiten gegliedert werden und so eine bessere Merkleistung erzielt wird.

In der Kategorie „Technologie" gewann DI Martin Hayden mit dem Projekt „Pile HAY-Proof-System" - einem innovativen Prüfverfahren für statische Probebelastungen, z.B. bei Pfählen oder Betonstopfsäulen. Bei konventionellen Prüfmethoden müssen enorme Begleitmaßnahmen wie Ballastierungsgewichte oder Verankerungselemente aufgebaut werden, was mit dem neuen System nicht erforderlich ist und damit Zeit und Kosten spart.

Und schließlich schafften auch Dr. Nils Stelzer und sein Team den Sprung auf das Siegespodest in der Kategorie „Forschung". Die Chemiker aus Wiener Neustadt entwickelten Nano-Sicherheitspigmente für fälschungssichere, kundenspezifische Konzepte zum Marken- und Dokumentenschutz. Die Pigmente können in die Werkstoffe der Kundenprodukte direkt integriert werden und sind bereits bei geringsten Mengen nachweisbar. Dadurch entfällt die Anschaffung teurer Spezialgeräte zur Nachweiserkennung, und Fälschungen können leichter erkannt werden.

„Wir hoffen, mit dem Genius auch dieses Mal den Prämierten wieder Ansporn zum Weitermachen, Dranbleiben und Umsetzen ihrer Ideen gegeben zu haben. Das RIZ hilft als Gründeragentur dabei natürlich gerne", erklärte RIZ-Geschäftsführerin Mag. Petra Patzelt bei der Preisverleihung.

 

Alle Preisträger des RIZ Genius Ideenpreises im Überblick

 

Genius Jugendpreis

Der Genius Jugendpreis, ein Ideenwettbewerb für Schülerinnen und Schüler an allgemein- oder berufsbildenden höheren Schulen, ist seit 2008 fixer Bestandteil des Genius. Heuer wurden aus 30 Einreichungen acht Projekte prämiert sowie eine Anerkennung vergeben. Zwei Einreichungen teilten sich dabei den ersten Platz: Kathrin Egger und Matthias Repper von der HTBLuVA Waidhofen/Ybbs entwickelten ein Messgerät, um nach Bein-Operationen zu mögliche Über- bzw. Unterbelastungen feststellen zu können. Ihr Projekt mit dem Titel „Biofeedback bei Frakturen" wurde mit 800,- Euro ausgezeichnet.

Das zweite Siegerprojekt stammt ebenfalls aus der HTBLuVA Waidhofen/Ybbs und beeindruckte die Jury mit der Idee einer „singenden Stiege". Die Projektverantwortlichen Richard Prüller, Hannes Dirnberger, David Pöchlauer und Thomas Ruspekthofer bastelten mit Hilfe von Infrarotsensoren ein System, das akustische Töne erklingen lässt, sobald Personen eine damit ausgestatte Stiege betreten. Das dahinterstehende Know-how und die damit verbundenen Anstrengungen wurden ebenfalls mit einem Preisgeld von 800,- Euro honoriert.

„Besonders aufgefallen ist die Professionalität, mit der die niederösterreichischen Schülerinnen und Schüler an ihren Projekten gearbeitet haben. Man kann sich nur wünschen, dass sie sich ihre Kreativität und ihren Ideenreichtum bewahren und so ja vielleicht die erfolgreichen Unternehmer von morgen sind", lobte Petra Bohuslav die Gewinner des Jugendpreises.

Ermöglicht wurden die attraktiven Gewinne des Genius 2011 von Land Niederösterreich, Wirtschaftskammer NÖ, Raiffeisenbankengruppe NÖ-Wien, ecoplus. Niederösterreichs Wirtschaftsagentur, Industriellenvereinigung NÖ, Novomatic, EVN, Flughafen Wien und Verein zur Förderung des RIZ NÖ-Süd. Der Verein zur Förderung des RIZ NÖ-West, sowie die Stadtgemeinden und Städte Amstetten, Hollabrunn, Mistelbach und Waidhofen/Ybbs sorgten für die Preisgelder des Jugendpreises.

Die Projektpartner accent Gründerservice, tecnet equity und die ecoplus-Technopole und Cluster sorgten auch heuer wieder dafür, dass die Genius-Botschaft die Zielgruppe punktgenau erreicht.

 

Alle Preisträger des RIZ Genius Jugendpreises im Überblick